
Topinambur Lexikon von H bis R
H | Heißhunger: →Hungerreiz |
Helianthus tuberosus: Botanischer Name für Topinambur. | |
Hildegard von Bingen (1098 - 1179): Politisch, medizinisch und musikalisch sehr gebildete
Benediktinernonne, bekannt für ihr Wissen über die
Kräuterheilkunde. | |
Hungerreiz: Nach dem Essen steigt der Blutzuckerspiegel zunächst, um danach
wieder zu sinken. Das Absinken des Blutzuckerspiegels erzeugt ein
Hungergefühl. Dabei spielt auch der Insulinspiegel eine wichtige
Rolle. Bei Glukose oder Weißbrot sind die Schwankungen des
Blutzuckerspiegels hoch, bei ballaststoffreicher Nahrung nur
gering. →Hypothalamus | |
Hypothalamus: Region im Zwischenhirn, dort befinden sich das Hungerzentrum und
das Sättigungszentrum. Hier laufen die Informationen über Glucose-
und Insulinspiegel zusammen und es wird entsprechend →Hungerreiz
oder →Sättigungsgefühl signalisiert. | |
I | Immunstärkend: Stärkung der Abwehrkräfte, →Antioxidantien |
Ingwer: Bestandteil im →Topinambur feinbitter Kräuterliqueur, hilfreich
bei Verdauungsbeschwerden. | |
Insulin: Hormon der Bauchspeicheldrüse, regelt den Blutzuckerspiegel. Bei
einem Anstieg des Blutzuckerspiegels setzt die Insulinausschüttung
ein. →Hungerreiz | |
Inulin: Kette von mehr als 10 Fruktoseeinheiten, löslicher Ballaststoff.
Inulin wirkt prebiotisch und führt nach GDCh ab 1,5
g/Verzehrseinheit bzw. ab 5 g Tagesdosis zu einer Verbesserung der
Darmflora. Die frische Topinamburknolle enthält ca. 16 % Inulin. | |
J | Jerusalem Artichoke: Bezeichnung für Topinambur in englischsprachigen Ländern. |
K | Kalium: Essentieller Mineralstoff, Tagesbedarf ca. 2 g, wichtig für die
Steuerung der Muskeltätigkeit und die Verdauung. Topinambur ist
sehr kaliumreich. →Obstipation |
Kalmus: Bestandteil im →Topinambur feinbitter Kräuterliqueur, wirkt gegen
Magen-Darm-Beschwerden und Blähungen. | |
Kirchlinteln: Niedersächsisches Heimatdorf von Bauer Cordes, ist von
Topinamburfeldern umgeben. | |
Kräuter im →Topinambur feinbitter Kräuterliqueur: →Bockshornklee, →Kalmus,
→Löwenzahn, →Mariendistel, →Wermut | |
Kräuterliqueur: →Topinambur feinbitter Kräuterliqueur | |
Krebshemmende Wirkung: →Antioxidantien | |
L | Lactobazillen: Positive Darmbakterien, ihre Entwicklung wird von der
prebiotischen Topinambur gefördert. |
Langerhanssche Inseln der Bauchspeicheldrüse: Orte der Insulinproduktion, ihre Funktion
ist bei Diabetikern gestört. | |
Laxantien: Stoffe mit abführender Wirkung, Anwendung u.a. bei →Obstipation. | |
Löwenzahn: Bestandteil im →Topinambur feinbitter Kräuterliqueur, unterstützt
die Gallenfunktion, wirkt gegen Rheuma, Gicht und blutreinigend. | |
M | Magenfreundlich ist Topinambur durch seine prebiotischen Inhaltsstoffe. |
Maniok: Tropenfrucht aus Brasilien, die Wurzelknollen enthalten ein
Blausäureglykosid und können daher nicht roh gegessen werden. Durch
Schälen und Kochen geht das Gift verloren. Das getrocknete Mehl
kommt als Farinha in den Handel, Tapioka heißt die aus Maniok
gewonnene Stärke. | |
Mariendistel: Bestandteil im →Topinambur feinbitter Kräuterliqueur, fördert den
für die Fettverdauung wichtigen Gallenfluss und wird als
herzstärkend angesehen. | |
Mazeration: Alkoholischer Auszug der Kräuterwirkstoffe für den →Topinambur
feinbitter Kräuterliqueur. | |
Mineralstoffe: Lebensnotwendige, anorganische Nährstoffe, die mit der Nahrung
zugeführt werden müssen. | |
N | Natürliche Süße mit Fruktose im →Topinambursaftkonzentrat. |
Naturtrüb ist der →Topinambur feinbitter Kräuterliqueur. Eine nur grobe
Filtrierung belässt die magenfreundlichen Inhaltsstoffe im Liqueur. | |
O | Obstipation: Verstopfung, Ursache können u.a. Fehlernährung und Kaliummangel
sein. Topinambur kann hier hilfreich eingesetzt werden aufgrund
seiner →Prebiotik und seines Kaliumreichtums. |
Oligofruktan: Polysaccharid aus bis zu 10 Fructoseeinheiten, als →Prebiotikum
stimuliert es die Darmbakterien. Bei mehr als 10 Fruktoseeinheiten
spricht man von →Inulin | |
P | Pfefferminze: Bestandteil im →Topinambur feinbitter Kräuterliqueur, wirkt
entzündungshemmend, fördert Gallenfluss und Verdauung. |
Pflanzgut: Topinambur wird durch Pflanzen der Knollen vegetativ vermehrt. | |
Polyphenole: Sekundäre Pflanzenstoffe, Farb- und Geschmacksstoffe. Sie sind
gesundheitsfördernd, entzündungshemmend, krebsvorbeugend,
arteriosklerosevorbeugend und →Radikalenfänger. Topinambur enthält
zahlreiche Polyphenole. | |
Prebiotika oder Präbiotika: Nicht verdaubare Lebensmittelbestandteile, die das Wachstum
positiver Darmbakterien aktivieren und somit die Gesundheit
fördern. →Bifidusbakterien, →Lactobazillen, →Inulin, →Topinambur | |
Probiotika: Zubereitung lebensfähiger Mikroorganismen, die Lebensmitteln
zugegeben werden können, z.B. Milchsäurebakterien. Es ist
umstritten, ob sie die Magenpassage zu einem nennenswerten Anteil
teilungsfähig überstehen können. Daher ist eine Wirkung auf den
menschlichen Organismus eher unwahrscheinlich. |
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